Pilotprojekt zur Umrüstung der
Kölner BIOFOR-Flockungsfilter
auf Spurenstoffelimination

Anfang der 90er Jahre wurden alle Klärwerke der StEB Köln für eine weitergehende Nährstoffelimination ausgebaut und u.a. mit einer biologisch aktivierten BIOFOR-Flockungsfiltrationsanlage ausgerüstet. Durch Optimierungen in der biologischen Stufe konnte die Reinigungsleistung der Kläranlagen so weit verbessert werden, dass die ursprüngliche Funktion der Filtrationsanlagen zur Einhaltung der Erlaubniswerte nicht mehr erforderlich ist.

Daher wird im Rahmen dieses vom MKULNV NRW geförderten Forschungsprojekts eine Umrüstung der Filteranlagen zur Spurenstoffelimination untersucht. Ziel des Forschungs­vorhabens ist es dabei, für die vorhandenen BIOFOR-Anlagen die optimale verfahrenstechnische Lösung zu entwickeln. Dazu wird in einer ersten Projektphase das Verfahren der granulierten Aktivkohle anhand von Kleinfilterschnelltests und halbtechnischen Versuchen getestet. Des Weiteren wird das Verfahren der Ozonung mittels Ozonzehrungsversuchen und CFD-Simulationen unter Berücksichtigung der Reaktionskinetik analysiert. Auf Grundlage dieser Resultate erfolgt die Planung zur Umrüstung der Filter zu den großtechnischen Pilotanlagen für die beiden Verfahren.

In einer zweiten Projektphase werden die zwei Verfahren Aktivkohlefiltration und Ozonung auf dem Klärwerk Köln-Rodenkirchen großtechnisch umgesetzt. Die Ergebnisse aus dem Pilotbetrieb sind dann übertragbar auf die anderen Kölner Klärwerke und BIOFOR-Anlagen.

  • Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR
  • Köln-Rodenkirchen 88.000 EW, Köln-Stammheim 1.200.000 EW
  • Forschungsprojekt (gefördert vom MKULNV NRW), Umrüstung der Filteranlagen in eine Ozonstufe und GAK-Stufe mit Referenzfilter
  • 1. Projektphase: GAK-Kleinfilterschnelltests sowie Ozonzehrungsversuche und CFD-Simulationen unter Berücksichtigung der Reaktionskinetik
  • 2. Projektphase: Großtechnische Umsetzung der Verfahren Aktivkohlefiltration und Ozonung in Köln-Rodenkirchen, 12 Monate